Mittwoch, 23. Mai 2007
Employment Pass und Wohnung II
Juhu, jetzt bin ich ein Resident und muss nicht befürchten, dass sie mich wieder rausschmeißen :-)
Morgen geht's dann erst mal zum IKEA, wird eh Zeit, dass ich hier mal richtig zum Shoppen komme!!
Drueck euch,
Dani!!!
Findet Nemo auf Tioman
Wir haben uns am Freitag Abend um 7pm in der Arab street am Diving Centre getroffen und sind dann auch kurz darauf mit drei Minibussen losgefahren. Die 4- stuendige Busfahrt bis Mersing war ein echtes Abenteuer:
Unser Fahrer, der es sehr eilig hatte - wir mussten schließlich rechtzeitig unser Boot nach Tioman erreichen – nahm es mit dem Abstand nicht so genau, aber das ist in Malaysia anscheinend ganz normal. Da unser Guide schnell einschlief, dachten wir, es wird schon alles passen. Beunruhigt hat uns nur, dass der Bus keine Gurte hatte. Und als es dann auch noch voll zum regnen und blitzen anfing, fanden wir das mit dem geringen Abstand dann doch nicht mehr so lustig. Ach ja und erwähnenswert sind auch die Ueberholmanoever... man könnte meinen das malaysche Motte sei, wer zuerst ausweicht, hat verloren... Als wir uns dann endlich an die Fahrweise gewöhnt hatten, mussten wir plötzlich einen Fluss durchqueren... dachten wir, tatsächlich stellte sich dann heraus, dass nur die Strasse überschwemmt war. Am Ende des „Flusses“ war dann auch noch ein fetter Auffahrunfall und es lag irgendetwas unidentifizierbares auf der Strasse. Da hat sich dann der ein oder andere schon mit beiden Händen am Griff an der Decke festgehalten :-)
Aber unsere Stimmung war dann gleich wieder besser, als das Lied „Relax, take it Easy!“ im Radio kam. Nach dieser unentspannten Busfahrt verbrachten wir noch 4 ungemütliche Stunden auf dem Boot und kamen endlich auf Tioman an.
Nach einer kurzen Nacht – ich hab geschlafen wie ein Baby – ging's am nächsten Tag nach dem Fruehstueck wieder aufs Boot und ab zum Tauchen bzw. Schnorcheln.
Ich muss zugeben, dass ich zum ersten Mal geschnorchelt habe und erst mal mit der Atemtechnik vertraut werden musste. Als ich es dann aber gecheckt hab, hat es echt Spass gemacht! Und obwohl ich keine Kontaktlinsen hatte, habe ich unter Wasser echt gut gesehen. Coole Sache! Jetzt bin ich mir sicher, dass ich hier demnächst einen Tauchschein machen will! Also echt, die Unterwasserwelt ist echt beeindruckend und es ist der Wahnsinn, inmitten eines Fischschwans zu tauchen.
Nach dem Mittagessen sind wir dann durch den Urwald (ok lah, Miniurwald) marschiert und haben uns am Fuße eines kleinen Wasserfalls gegenseitig mit Seife eingeschmiert und mit einem Stein massiert. Und wer jetzt an erotische Spielchen denkt, liegt falsch, die Steine von diesem Becken sind nur als gutes Peeling für die Haut bekannt. ...oder unser Guide hat uns vera*... und hat nur nach einer Gelegenheit gesucht um uns zu massieren. Aber ich bin mal gutgläubig ;-) Den Rest des Tages habe wir dann am Strand verbracht. Das war toll!
Am Abend gab's dann lecker BBQ und mit einigen Gin Tonic intus haben wir dann eine Spitzenperformance des Nummer 1 Hit aus Deutschland "EIN STERN (der deinen Namen trägt)" von DJ Oetzi hingelegt. Anscheinend haben wir schon ein Defizit, was deutschsprachige Songs angeht, anders kann ich mir das nicht erklären.
Nach einer weiteren noch kürzeren Nacht ging's dann am Sonntag Morgen um 6:30 Uhr wieder mit dem Boot zum Schnorcheln. Das Nachbardorf war auch schon wach und uebte sich zum Wohle der Gemeinschaft in Morgengymnastik :-)
Nach einer diesmal unspektakulären Busfahrt bin ich Abends dann totmüde ins Bett gefallen und habe von meinen nächsten Ausflügen geträumt.
Liebe Gruesse und freu mich schon, von meinem nächsten Abenteuer berichten zu können!!
Eure Dani
Freitag, 18. Mai 2007
Employment Pass und Wohnung
Diesen benoetigt man hier uebrigens fuer alles. Ohne ihn kann man kein Konto eroeffnen, darf man nur 4 Wochen im Land bleiben und kann auch keinen Mietvertrag unterschreiben.
Das steht jetzt naemlich als naechstes an. Man mag es kaum glauben, aber nachdem mein Makler erfahren hat, dass ich auch mit Tina und nicht nur mit Patrick eine WG machen wuerde hat der innerhalb von einem halben Tag eine supercoole Wohnung aus dem Aermel gezaubert. Die Singapurianer sind da naemlich noch ein bisschen konservativ. Maennchen und Weibchen, die nicht mindestens verlobt sind, geht eigentlich gar nicht. Ich beschreib euch mal die Wohnung, weil Fotos kann ich erst machen, wenn wir einziehen. Also sie ist im 29. (voll cool!!!!) Stock und man kann ueber die ganze Stadt blichen. Wir haben drei Schlafzimmer und ein grosses Wohnzimmer mit grosser Kueche. Moebel und Fernseher, alles drin. Wir muessen nur noch ein drittes Bett fuer unsere Gaeste kaufen da ein Schlfzimmer ohne Bett ist.
Dann haben wir einen grossen Swimmingpool und mehrere Kleine. Und einen Kinderpool mit Rutsche, Mama Maxi, das ist was fuer Euch!!! Ein Fitnessstudio ist auch dabei, meinen Sportplaenen steht also nichts im Wege.
Boa, aber bis wir dank dem Geschick unseres supertollen Maklers Roger die Vermieter soweit gebracht haben, einen Zehnmonatsvertrag zu machen anstatt eines Jahresvertrages (Siemens und NSN zahlen natuerlich nur solange wir da sind), das war ein Hin und Her. Jetzt ist die Miete halt hoeher, aber kann uns ja egal sein... (fuer unter einem Jahr findet man voll schweer schoene Wohnungen)
Muss auch gleich los und den Letter of Intent unterschreiben, dass der Vermieter schon mal was in der Hand hat und die Wohnung fuer uns freihaelt.
Jetzt bin ich total happy und kann beruhigt ins Wochenende gehen. Dieses werde ich uebrigens auf der Insel Tioman verbringen. :-)
Fotos folgen!!!!
Liebe Gruesse!!!!
Eure Dani
Montag, 14. Mai 2007
Es laeuft!!!!!
Zu arbeiten hatte ich diese Woche auch schon richtig viel. Wer haette das gedacht, dass ich in der zweiten Woche schon Nachtschichten einlege. Hmmm, ich hoffe, dass das nicht jede Woche so ist... Diese Woche war ja „reporting week“, eine Nokiauntugend. Aber mei, wie sagt der Suedschwede dazu, wat moet dat moet...
Juhu und ich hatte schon ein Meeting mit meinem Wohnungsmakler, ein verplanter, aber sehr netter Chinese. Am Wochenende hat er Patrick und mir sieben Wohnungen gezeigt. Aber so wirklich umgehauen hat mich noch keine. Es gibt die Moeglichkeit in einem HDB (reines Wohnhaus) oder in einem Condomenium (Wohnhaus mit Swimmingpool und Sportstudio) zu wohnen. Condos sind zwar teurer, aber ich will nicht auf Swimmingpool und Sportstudio verzichten. Schliesslich hab ich mir doch vorgenommen mindestens einmal in der Woche zu sporteln. Ausserdem haette ich schon gerne zwei Schlafzimmer, damit ich meine Gaeste auch gut unterbringen kann. Mal sehen... In Singapur sind die Wohnungspreise seit Januar so extrem angestiegen, dass wir mit unserem Budget entweder weiter draussen wohnen muessen oder auf Luxus verzichten muessen. Das zweite Problem ist, dass man in Singapur schlecht Wohnungen mit einer Mietzeit unter zwei Jahren mieten kann. Mal kucken, wie wir das Problem regeln. Da muessen wir wieder an unseren Helden von der PA herantreten... kann ja lustig werden. Unsere WG-Plaene sind natuerlich auch noch aktuell, aber eine Wohnung fuer drei Leute zu finden ist quasi unmoeglich, jetzt muessen wir da auch noch eine Loesung finden...
Ja und am Wochenende haben wir mal wieder gerockt. Ja Otti, ich weiss schon noch, was ich in Berlin gesagt hab... aber hier sind so viele Praktikanten, Expats und auch noch drei weitere Informnden, dass man quasi zum Feiern gezwungen ist. Dank Tina kennen wir auch schon ein paar supernette Lokals, die uns die Locations zeigen, wo es Alkohol zu erschwinglichen Preisen gibt.
Am Freitag waren wir also erst mal im Lau Pa Sat, was im uebrigen mein Lieblings- footcourt wird, und haben da richtig lecker geessen. Alles war in der Mitte des Tisches gestanden und jeder hat ueberall zugegriffen. Danach haben wir noch ein paar andere Lokalitaeten aufgesucht. Der Abend war lustig und lang! Ja, Samstag 9:30 Uhr aufstehen und mit dem Wohnungsmakler losziehen war nicht so einfach. Da ich noch nicht so gespraechig war habe ich auch den Patrick im Auto vorne sitze lassen. Der gute Mann meinte es gut mit uns und ist mittags erst mal in einen foodcourt gegangen. Meine Ausrede, warum ich noch keine Curry Chicken oder sonstiges gegessen hab war, ich sei etwas krank. Wie unhoeflich, aber ging nicht anders...
Und am Samstag waren wir auf einer Geburtstagsparty auf der Insel Sentosa eingeladen... das war mal echt cool! Dort hab ich Leute von allen moeglichen Laendern kennengelernt. Macht schon Spass hier!
Sonntag, 6. Mai 2007
Explore Singapur
– An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich von uns vier die einzige bin, die jeden Tag Wasser, eine kleine Toblerone, eine Orchideenblüte und die Wettervorhersage für den nächsten Tag auf dem Zimmer liegen habe. Irgendetwas muss ich richtig gemacht haben :-) -
Nach dem Essen haben wir uns dann mit Rachel, einer Freundin von Tina, in einer Bar in Clarke Quay getroffen. Da Long Island Icetea nur 2 S$ teurer war als Bier, haben wir gleich damit angefangen. Als wir genügend getrunken hatten, haben wir die Tanzfläche gerockt! Ich sach es euch, in der Bar hat eine supercoole Band gespielt, die Stimmung war echt bombig! Zu späterer Stunde sind dann auch ein paar betrunkene Expads auf die Bühne und wollten gar nicht mehr runter – nein, wir waren das diesmal nicht...
Der Samstag ging dann entspannt los. Ich lag erst mal zwei Stunden am Pool, bis die anderen aufgestanden sind. Danach habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass ich am ganzen Körper rot war. Hmm, plöd, das war so nicht geplant! Ich hatte Lichtschutzfaktor 20 benutzt und dachte, nachdem ich letztes Jahr in Rio keinen Sonnenbrand bekommen habe, wird das in Singapur easy…
Na ja, wir sind dann anschließend erst mal in die Orchard Road, das ist die Shopping Straße von Singapur. Da wir Patrick dabei hatten und ich es mir mit ihm nicht schon am ersten Wochenende verspielen wollte, habe ich darauf verzichtet, etwas anzuprobieren. Aber das wird definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diese Straße aufsuche und nächstes Mal ohne männliche Begleitung. Ich sag nur Schuldenfalle Infojahr :-)
Am Abend wollten wir eigentlich auf ein Open Air Konzert in Boat Quay gehen. Weil das Essen im Foodcourt aber so lecker und das Bier im Vergleich zu den sonstigen Preisen so günstig war haben wir das Konzert verpasst. Wir haben uns dann im Seven Eleven (ein kleines Geschäft das 24 Stunden auf hat) einfach noch mehr Bier gekauft und uns auf meinen Balkon gesetzt. Da ich die Minibar noch nie benutzt habe aber fünf leere Bierdosen im Müll hatte, werde ich ab jetzt wohl auch keine Schokolade mehr auf meinem Bett vorfinden :-)
Erste Tage im Büro
Ich war aber immer nur vormittags bei Siemens, nachmittags war ich im Nokia Büro. Dort arbeitet man in einem riesigen Großraumbüro, wo man erst mal einen freien Schreibtisch suchen muss, weil es dort kaum feste Arbeitsplätze gibt. Fand ich interessant, weil ich das vorher nur vom hören kannte. In der Mitte sind dann gläserne Einzelbüros, die man reservieren kann, wenn man ein längeres Telefonat führen muss oder einfach in Ruhe arbeiten muss.
Ist ja alles ganz cool, aber dort war dann alles nicht mehr so gut organisiert. Das Problem war, dass ich dort keinen Zugriff aufs Internet hatte, weil ich dazu erst mal Secure Access brauche. Ich hoffe, dass ich das Anfang nächster Woche bekomme, weil es mich echt genervt hat, keine Emails schreiben zu können. Telefon gibt es dort auch nicht, die machen alles nur mit Handy und ich hatte noch keine Simkarte...
Dort hatte ich dann erst mal ein Gespräch mit meinem Personalheinz, Bunn Min. Schon nach den ersten paar Sätzen, die wir gewechselt hatten, habe ich mich an die Worte Torsten Zitterbarts, unser Asientrainer, erinnert. „Ja, der Employment Pass wird beantragt. Ja, eine Kollegin wird sich darum kümmern. Ja, es gibt eine Maklerin, für die Wohnungssuche…“ Am zweiten Tag habe ich mich darauf beschränkt, Smaltalk mit ihm zu führen, ich dachte, ich geb ihm Zeit :-)
Wär ja auch langweilig, wenn alles von Anfang an schon laufen würde!
Ich bin schon gespannt auf nächste Woche, mein Chef hat mir schon angekündigt, dass ich nächste Woche Mittwoch bis Freitag richtig lange arbeiten muss… ich sag nur Reporting Week, mein neues Lieblingswort :-)
Liebe Grüße,
eure Dani
Mittwoch, 2. Mai 2007
Abschied ist doof!
So, nach einem ersten Vormittag in Singapur im Siemensgebaeude, sitze ich gerade planlos im Nokia office und mein Chef ist in einem Meeting.
Aber endlich habe ich Zeit einen Post fuer meinen Blog zu schreiben.
Ich fasse mal die vergangenen Wochen in Berlin zusammen:
Kurz gesagt, es war eine verdammt coole Zeit! Wir waren 36 Leute mit aehnlichen Sorgen und Problemchen. Es war total beruhigend zu sehen, dass die anderen Leute genauso wenig Plan hatten, wie ich.
Wir haben das Berliner Nachtleben unsicher gemacht und waren trotzdem bis auf wenige Ausnahmen im Seminar immer voll da!
Von diesen 36 Leuten sind mir einige in den letzten vier Wochen schon sehr ans Herz gewachsen. Einige werde ich im kommenden Jahr oefter sehen, weil sie auch in Asien sind. Andere sehe ich wahrscheinlich erst beim Rueckkehrerseminar wieder. Hmmm, aber damit wir immer wissen, was bei den anderen so los ist, haben wir ja alle unsere Blogs.
Den Abschied letzten Freitag nach unserem Wirtschaftsforum fanden wir alle voll doof! Mir fiel es echt schwer und ich hab auch am Wochenende noch alle Fotos angeschaut (bin ja vergangenheitsorientiert J), die der Stefan freundlicherweise fuer uns gebrannt hat, danke nochmal dafuer!!!! Hmmm, einige der Leute gehen mir schon echt ab!
Dann die naechsten Abschiedszenarien am Wochenende.
Am Samstag hatte ich voll Stress mit Waesche waschen und packen. Am Abend habe ich dann meine Maedels und meinen Lieblingsnachbarn im Pub getroffen. Die haben mir ein unglaublich tolles Geschenk gemacht! Igendwie habe ich es da aber noch nicht so ganz gecheckt, dass ich bald fuer elf Monate weg bin.
Erst am Sonntag , beim Abschied von der Family ist es mir dann richtig bewusst geworden. Das war schon sehr traurig! Aber ich freu mich auch schon auf zahlreiche Telefonate, Emails und Eintragungen in mein Gaestebuch!
So, jetzt bin ich schon zwei Tage hier. Den ganzen Flug habe ich durchgeschlafen (Dank der kurzen Nacht davor). Gestern habe ich zusammen mit Tina und Patrick schon mal einen ersten Eindruck von Singapur gewonnen und bin begeistert! Wir haben uns schon mal China Town angeschaut und kulinarische Schmankerl in der Smith Street genossen.
Doch das hat uns noch nicht gereicht, der Kick hat noch gefehlt, deshalb haben uns Patrick und ich am Abend noch spontan mit einer Bungee- Kugel (oder wie auch immer man das nennt) hochkatapultieren lassen. Dafuer bin ich jetzt die Hauptrolle im naechsten Screem-streifen ;-)
Ich bin gespannt, was noch so alles passiert und werde euch auf dem Laufenden halten!
Megadrueck!
Eure Dani